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[Flixbus] Flixbus-Kooperation mit Westbahn (Salzburg-Wien)?
04.04.2014, 13:22 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.04.2014 14:22 von busyr.)
Beitrag: #1
[Flixbus] Flixbus-Kooperation mit Westbahn (Salzburg-Wien)?
Seite 1 / 4:


Beitrag: #1
08.10.2013, 15:27

Sciurus


Zitat:In der versteckten Zielliste im Buchungssystem von Flixbus, die auch ein paar nicht auswählbare Ziele enthält, die man wohl schon mal auf Vorrat eingegeben hat, sind zuletzt folgende neuen Ziele aufgetaucht:

Attnang-Puchheim
Wels
Linz
Amstetten
St. Pölten
Wien Hüttendorf (gemeint ist sicher Hütteldorf)
Wien Westbahnhof

Zusammen mit Salzburg, was schon länger in der Liste ist, ergibt das eine Linie Salzburg-Wien. Allerdings kommt mir die Liste für eine Buslinie nicht allzu realistisch vor, ich würde von der Autobahn aus teilweise andere Halte erwarten. Jedoch gibt es genau diese Liste schon - es sind nämlich die Systemhalte der Westbahn:

https://westbahn.at/

Da kann man jetzt natürlich trefflich spekulieren - aber für mich sieht das so aus, wie wenn Flixbus mit der Westbahn kooperieren und in Zukunft auch Zugfahrkarten verkaufen möchte.

Hat irgendwer irgendwo mal etwas entsprechendes gehört?



Beitrag: #2
08.10.2013, 15:47

der münchner


Zitat:Ich finde die Ziele für eine Busroute schon sehr realistisch. Man muss bedenken dass es in AT nicht allzuviel große Städte gibt.

PS Gestern habe ich in der Liste auch Bamberg und Bayreuth entdeckt bei Flixbus.

Im Übrigen gibt es ja einen Anbieter: Orangeways...aus Budapest/Ungarn. Da fährt mehrmals wöchentlich ein Bus München - Budapest mit Halt in den größeren Städten dazwischen. Die Preise sind auch okay. Hab es gerade probiert, irgendwie scheint es dort gerade aber nicht zu funktionieren bzw. kein Fahrplan mehr vorhanden.

Nachtrag: ok scheint wohl doch als hätte Orangeways das ganze wieder eingestellt. Vor ein Paar Monaten konnte man das noch buchen, also sogar die Verbindung München - Wien oder Wien/Schwechat (Airport Wien) oder das ganze auch mit Salzburg. Schade eigentlich.



Beitrag: #3
08.10.2013, 16:19

Thomas_Lammpe


Zitat:
Sciurus schrieb:Da kann man jetzt natürlich trefflich spekulieren - aber für mich sieht das so aus, wie wenn Flixbus mit der Westbahn kooperieren und in Zukunft auch Zugfahrkarten verkaufen möchte.

Interessante Beobachtung. Ich denke aber, das ganze würde nur Sinn ergeben, wenn auch Zubringerbusse von München nach Salzburg eingesetzt werden und man durchgängige Fahrscheine kaufen kann. (Momentan bietet Flixbus überhaupt noch keine Umsteigeverbindungen an!)

Ich habe nie verstanden, warum WestBus nach dem Scheitern des völlig überteuerten Zubringerbusses von Salzburg zum Münchner Flughafen (offizielle Begründung war eine Baustelle am Bahnhof Salzburg), keinen Zubringer direkt nach München eingerichtet hat. Die Kooperation mit einem deutschlandweit tätigen Fernbusanbieter könnte natürlich weit attraktiver sein und für beide ein gutes Geschäft bedeuten.



Beitrag: #4
08.10.2013, 16:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.10.2013 16:46 von Sciurus.)

Sciurus


Zitat:
der münchner schrieb:Ich finde die Ziele für eine Busroute schon sehr realistisch. Man muss bedenken dass es in AT nicht allzuviel große Städte gibt.

Mir kommen vor allem Attnang-Puchheim, Wels und Wien-Hütteldorf für eine Buslinie ungewöhnlich vor. Attnang-Puchheim ist ziemlich klein und hat im Schienenverkehr nur deswegen ein bisschen Bedeutung, weil dort Nebenstrecken abzweigen, insbesondere nach Gmunden. Der zusätzliche Zeitaufwand für Halte in Attnang-Puchheim steht m.E. in keinem Verhältnis zum Fahrgastpotential. Wenn man in dieser Gegend nochmal halten will, würde sich evtl. stattdessen Gmunden anbieten, wo man nicht mit der Westbahn konkurrieren müsste, sondern eine echte neue Verbindung herstellen würde.

Auch ein Halt in Hütteldorf ist von eher fraglichem Nutzen.
Ich halte es jedenfalls nicht für Zufall, dass gerade diese Halte auftauchen - entweder will man kooperieren, oder "abschreiben"...

der münchner schrieb:PS Gestern habe ich in der Liste auch Bamberg und Bayreuth entdeckt bei Flixbus.

Beide sind schon mindestens seit Mai drin, also in der "alten" Liste. Da steht noch so manches drin, wo ich mir nicht so sicher bin, ob dem (noch) eine konkrete Planung gegenübersteht. Deswegen finde ich immer interessanter, was seitdem neu dazukommt, denn normalerweise dürfte es einen Grund haben, wenn man ein neues Ziel ins System aufnimmt. Und das waren eben seit etwa Mai oder Juni:

Geiselwind Freizeitpark (bisher ungenutzt)
Apen/Remels, Autohof (für PublicExpress)
Straßburg (für PublicExpress)
Heidelberg (für PublicExpress)
Amberg (bisher ungenutzt)
Günzburg (für BBS)
Günzburg Legoland (für BBS)
Stuttgart Obertürkheim (für BBS)
Bad Hersfeld (für Linie Frankfurt-Dresden)
Cuxhaven (für Cuxbus)
Duisburg (für Cuxbus)
Braunschweig (für Berlin-Köln)
Attnang-Puchheim
Wels
Linz
Amstetten
St. Pölten
Wien Hüttendorf (Hütteldorf)
Wien Westbahnhof

der münchner schrieb:Nachtrag: ok scheint wohl doch als hätte Orangeways das ganze wieder eingestellt.

Wer München-Wien unbedingt mit dem Bus fahren will, wird bei Eurolines fündig oder bei manchen Anbietern für Osteuropa-Linien. Der eine oder andere davon nimmt auch Fahrgäste nach Wien mit (bei Mayer&Mayer habe ich beispielsweise einen solchen Vermerk gefunden).

Thomas_Lammpe schrieb:Interessante Beobachtung. Ich denke aber, das ganze würde nur Sinn ergeben, wenn auch Zubringerbusse von München nach Salzburg eingesetzt werden und man durchgängige Fahrscheine kaufen kann. (Momentan bietet Flixbus überhaupt noch keine Umsteigeverbindungen an!)

Das sehe ich ähnlich - die Westbahn bietet sich als Fortsetzung von Linien nach Salzburg oder Linz an.

Wobei ich es Flixbus auch zutrauen würde, dass es um eine reine Vertriebskooperation geht, wie bisher schon bei BBS, Cuxbus, Autobus Oberbayern oder Publicexpress. Ich habe den Eindruck, dass Flixbus da so ziemlich jeden nimmt, der fährt und die Provisionen bezahlt.

Für eventuelle Anschlusslinien in Deutschland erlaubt die versteckte Liste leider noch keine Spekulationen. München ist natürlich der erste Kandidat, ansonsten sind im Buchungssystem in dieser Gegend noch Mühldorf und Passau vorgesehen. Beide sind als Teil der alten Liste, also schon länger, im System enthalten. Eine Linie von Passau könnte in Wels oder Linz an die Bahnstrecke anschließen.

Eine Umsteigeverbindung zwischen Westbahn und Bus hätte natürlich manche Probleme nicht, die ansonsten die Busfirmen von Umsteigeverbindungen abhalten:

Vom Zug zum Bus dürften große Verspätungen kaum vorkommen, vom Bus zum Zug kann man i.A. auf einen späteren Zug ausweichen - die Westbahn fährt alle 1-2 Stunden und eine Busladung voll passt immer noch in den Zug rein.



Beitrag: #5
08.10.2013, 18:19

busexperte


Zitat:Das ist doch mal was interessantes Neues!

Also ich vermute mal folgendes (ist aber reine Spekulation !): Die Albus-Dr.Richard Gruppe (Marktführer in Österreich) betreibt ja sehr erfolgreich mit MFB zusammen die Linie Berlin-München-Zürich. Und wenn ich Flixbus wäre, würde ich mich da auch mal in Österreich umgucken, ob man da vielleicht auch jemanden finden kann, der schöne Doppeldecker ohne Ende hat und gerne Fernlinien fährt. Und das ist nicht Westbahn sondern Westbus (ist aber die gleiche Firma Smile ).

Westbus betreibt in Österreich mehrere Fernlinien mit neuen Setra 431 DT inkl. WLAN und sogar Getränkeautomat (und eine Bahnlinie namens Westbahn). Also der perfekte Bus-Partner für Linien Salzburg-Deutschland, Linz-Deutschland oder natürlich auch von/nach Wien. Also vermutlich wird dann in Kürze was "größeres" kommen von Flixbus von deutschen Städten in österreichische Städte. Vielleicht sind dann Bamberg und co. - was da irgendwo in der Liste schon drinsteht - auch Zwischenhalte auf einer anderen neuen langen Linie - z.B. Hamburg-Wien über Erfurt-Suhl-Bamberg ? Die ganzen aufgezählten Bahnhofsnamen der Westbahn sind nur drin für Ticketverkauf. Wer mit Westbus kooperiert, "muß" natürlich auch die Bahntickets für die einzige Bahnlinie mitverkaufen. Bei den Bussen kann ich mir vorstellen, dass es in Österreich keine Zwischenhalte in kleineren Orten geben wird - dafür ist die Westbahn zuständig, die hält überall zwischendurch.

ALSO: Vielleicht kommt bald München-Salzburg-Wien und Graz-Linz-Passau-Regensburg-Nürnberg-Bamberg und dann weiter nach Norden... ? Dass man "nur" einen Anschlußbus zur Westbahn machen möchte, kann ich mir nicht vorstellen, aber, wer weiß, was da geplant ist.

Hab gerade mal geguckt, MünchenZOB-Salzburg-Linz-WienWestbahnhof wäre mit dem Bus in ca. 5 Stunden zu schaffen laut Busrouten-Planer. Der allerschnellste Zug braucht 4 Stunden, fährt im 2-Stunden-Takt und kostet knapp € 100,- mit Sitzplatz ! Also wer das mit Bus anbietet für ca. 20 bis 30,- € hat die Doppeldecker schnell voll...Smile

Da steht was von Mühldorf in der geheimen Liste ? Das spricht allerdings eher für einen langsameren Bus (mangels Autobahn) über Mühldorf, Passau nach Linz ...



Beitrag: #6
08.10.2013, 18:41

numi


Zitat:Ich könnte mir eine solche Kooperation sehr gut vorstellen.

Eine Bahnverbindung ist ab einer bestimmten Fahrgastzahl preiswerter als ein Bus. Bei der Westbahn sollte es sich um eine solche Verbindung handeln. Ich gehe daher davon aus, dass man für den Fahrgast einen besseren Preis (und auch eine deutlich bessere Fahrzeit) auf der Schiene anbieten kann als auf der Straße.

Der Grund warum es in Deutschland trotzdem viele Busverbindungen zwischen den Metropolen gibt, ist eigentlich rein der Monopolstellung der DB und der dadurch nur begrenzten Angebotsvielfalt anzulasten. Zwischen Hamburg und Köln sieht man das gut am HKX, der häufig preiswerter ist als ein Bus. Während der DB Zug für den Gelegenheitsfahrer eben ein Vielfaches kostet.

In Österreich hat man auf der Westbahn dieses Problem mit der Monopolstellung aber nicht. So ähnelt die Westbahn vom Preissystem und Ausstattung eigentlich eher einem Bus als einem Zug der DB.

Daher glaube ich, dass diese Konzept sehr erfolgreich wäre. Denn die Westbahn spricht eben eine ähnliche Zielgruppe an wie der Fernbus und nimmt dabei die Systemvorteile mit die ein Zug auf einer solchen Verbindung hat.



Beitrag: #7
08.10.2013, 19:07

busexperte


Zitat:Mag sein, dass das auch so kommt, wie Du denkst, d.h. mit umsteigen in Salzburg vom Bus in die Westbahn. Mich würde das aber total abschrecken mit dem umsteigen - und ich bin jung und sportlich und reise normalerweise ohne großes Gepäck.

Das ist ja gerade der große Vorteil beim Fernbus - DIREKTVERBINDUNGEN ohne Umstieg. Was denken da erst andere Fahrgäste darüber, Ältere, Mütter mit Kindern, Fahrgäste mit Wintersportgepäck etc. ? Ein weiterer Vorteil ist die Schlafmöglichkeit im Bus - wenn ich da nach 2 Stunden wieder raus muß und einen neuen Sitzplatz suchen muß im Gedränge - nein danke ...

Also wenn München-Zürich mit Bus in ca. 4 Stunden läuft wie am Fließband, warum sollte dann "meine" 5-Stundenlinie von München nach Wien nicht laufen ? Noch dazu mit zwei möglichen Zwischenhalten in den Großstädten Salzburg und Linz-Süd. Wien ist mehr als 2 x so groß wie Zürich und außerdem noch Hauptstadt. (In der Schweiz ist Bern die Hauptstadt).

Was mich persönlich auch noch stört, ist, wenn ein Zug oft hält zwischendurch. Das ist bei der Westbahn immerhin 6 x in ca. 2,5 Stunden ...

WIRTSCHAFTLICHKEIT

Also es gibt Doppeldecker mit ca. 90 Sitzplätzen (z.B. Van Hool Astromega TX27 oder Ayats Bravo 1 oder der Doppeldecker von VDL, der deutsche Setra 431 hat ja nur 84 Plätze). Wenn ich die mit 1 osteuropäischen Fahrer fahre (Bulgarien ist jetzt in der EU und die fahren gerne für 3-4 € pro Stunde einen neuen deutschen Bus) und fast rund um die Uhr laufen lasse, gibt es wohl kaum etwas wirtschaftlicheres... . Bei jeder Bahnlinie fallen u.a. auch noch diverse Trassenkosten an und die Beschaffungskosten für Loks und Wagen sind extrem hoch, Strom wird auch immer teurer und Loks brauchen verdammt viel davon. Dazu kommen noch die ganzen Unterhaltskosten, Reinigungskosten etc. der ganzen Stationen und Bahnhöfe - im Winter muß z.B. jeder Bahnsteig freigeschippt werden... im Herbst müssen Äste abgesägt werden die ganze Strecke etc.
.



Beitrag: #8
08.10.2013, 19:39

Thomas_Lammpe


Zitat:
busexperte schrieb:Mich würde das aber total abschrecken mit dem umsteigen -

[...]

Das ist ja gerade der große Vorteil beim Fernbus - DIREKTVERBINDUNGEN ohne Umstieg.

Nicht alle Reisenden sind gleich. Ich würde bei gleichem Preis und gleicher Fahrzeit jederzeit einen Zug bevorzugen, auch wenn ich umsteigen müsste, weil man sich darin freier bewegen kann.

busexperte schrieb:Also wenn München-Zürich mit Bus in ca. 4 Stunden läuft wie am Fließband, warum sollte dann "meine" 5-Stundenlinie von München nach Wien nicht laufen?

Fünf Stunden von München nach Wien mit Zwischenhalten in Salzburg und Linz (laut Google 460km) würde ich als sehr sportlich bezeichnen. Ein entscheidender Unterschied zu München-Zürich dürfte darin liegen, dass die Bahnverbindung München-Zürich im Vergleich zu München-Wien sehr schlecht ist. Außerdem gibt es auf der MeinFernbus-Linie München-Zürich gar nicht so viele Reisende, die wirklich bis nach Zürich fahren. Morgen, an einem eher verkehrsschwachen Mittwoch, sind auf den Non-Stop-Verbindungen München-Zürich noch 30, 35 und 59 Plätze frei. Der Abschnitt Konstanz-Zürich war noch nie wirklich gut gebucht.

busexperte schrieb:Wenn ich die mit 1 osteuropäischen Fahrer fahre (Bulgarien ist jetzt in der EU und die fahren gerne für 3-4 € pro Stunde einen neuen deutschen Bus) und fast rund um die Uhr laufen lasse, gibt es wohl kaum etwas wirtschaftlicheres...

Es gab immer mal wieder ein paar diffuse Meldungen, dass deutsche Fernbusunternehmen osteuropäische Fahrer auf innerdeutschen Linien zu derartigen Dumpinglöhnen beschäftigen würden. Hast Du Informationen darüber, ob und ggf. von wem das bereits gemacht wird?



Beitrag: #9
08.10.2013, 20:15

numi


Zitat:Eine Zugverbindung hat gegenüber dem Fernbus für den Betreiber 2 Nachteile.

Das erste sind die hohen Investitionskosten zum Start. Wenn man bedenkt, dass ein Fernverkehrszug durchaus 30 Mio Km in seinem Leben fährt, ist er nicht wirklich teurer als ein Bus. Nur muss man dieses Geld eben schon vor dem Start der Verbindung aufbringen und hat dadurch auch ein sehr hohes Risiko und benötigt natürlich erstmal Kapital.

Der zweite Nachteil ist, dass man für einen Zugverbindung sehr viele Fahrgäste benötigt. Gerade die Angesprochenen Infrastrukturkosten sind sehr hoch, werden aber meist pro Zug berechnet unabhängig von der Zuglänge. Der durchschnittliche Fernverkehrszug in Deutschland hat daher über 500 Sitzplätze (die Westbahn hat 501 und ist damit ziemlich genau in diesem Schnitt).

Wenn nun aber sowohl Kapital vorhanden ist, als auch genug Fahrgastpotential auf der Verbindung, kann der Zug wirtschaftlicher sein als der Bus. Denn gerade die Energiekosten sind sehr niedrig (Bahnstrom ist viiiiieeel preiswerter als der normale Haushaltsstrom und die Westbahn fährt sehr effizientes Material). Auch können mehr Zwischenhalte bedient werden was natürlich das Fahrgastpotential weiter erhöht.

Ein Problem speziell auf dieser Verbindung ist sicherlich auch, dass es für einen Bus eben auch die Konkurrenz durch die Bahn gäbe. Zumindest auf den Verbindungen innerhalb Österreichs hätte der Bus mit der Bahn einen sehr starken Wettbewerber mit ähnlicher Zielgruppe der nebenbei auch noch die deutlich kürzere Fahrzeit hat. Ob sich auf einer solchen Strecke dann noch Geld verdienen lässt wage ich doch zu bezweifeln.

Meiner Meinung nach wäre es an sinnvollsten, eine Verbindung München - Salzburg mit Anschluss an die Westbahn zu schaffen welche recht häufig fährt, also sozusagen die Westbahn mit dem Bus zu verlängern. Damit könnte man dann von München immer Anschlüsse nach Österreich schaffen. Da ab München 20 Städte bedient werden (laut SiFeFa) würden durch diese weiteren 8 Destinationen dann 160 neue Verbindungen über Flixbus buchbar sein.



Beitrag: #10
08.10.2013, 22:28

stadtgorilla


Zitat:Bei Google Maps hat Flixbus heute bereits die Haltestellen Wien Westbahnhof und Salzburg eingetragen (außerdem noch Warnemünde und vor ein paar Tagen Rostock). In Kürze dürfte also die Linie veröffentlicht werden.

Seite 2 / 4:


Beitrag: #11
08.10.2013, 23:12

busexperte


Zitat:zu Thomas Lammpe:

Hehe, ja, da sind wir wirklich verschieden - ich würde in jeden Fall den Bus bevorzugen - es ist viel ruhiger - eben auch, weil keiner rumläuft (ich sitze immer entweder möglichst weit vorne oder ganz hinten - da hat man mit den WC-Läufern nichts zu tun... .) und vor allem, weil man hier die Sitze kippen kann und es abends/nachts dunkel ist im Bus. Ich hasse diese ICE-Züge, es ist drinnen überall grell und auch bei extrem frühen Abfahrten um 4:00 morgens oder Ankünften nachts um 1:00 ist es nicht möglich, ein wenig zu schlummern und die neuen Sitze sind de facto nicht mehr wirklich kippbar.

Ständig läuft irgendwer rum und macht Unruhe und Lärm, Kinder, Hunde, Schaffner, Anschlußdurchsagen etc. - das alles nervt alles nur.
Im Bus fahren auch normalerweise keine Gruppen mit und sehr viele Einzelpersonen, also generell wenig Geschwätz, Rumgekicher etc. - man hat einfach seine Ruhe und kann entspannen.

Mein Bus-Routenplaner zeigt 440km - allerdings würde ich in Linz dann nicht zum Hbf. fahren sondern in Autobahnnähe halten. Also jetzt, nach der Wiesn bis zum Beginn der Weihnachtsmärkte ist generell die verkehrsschwächste Zeit im ganzen Jahr, wer von Zürich nach München wollte, hat seinen Trip halt in den letzten Wochen gemacht, die, die jetzt sind also "Zwangsfahrer" und keine Gelengenheits- oder Ausflufgsfahrer, auch keine Touristen - und dafür sind die Busse gut belegt - und diese Schnellverbindungen München-Zürich sind noch ganz neu - warte da mal 1, 2 Jahre, dann sind die Busse da überfüllt... . Und wenn im Doppeldecker ca. 50 Plätze belegt sind, ist das völlig Ok und macht immernoch Gewinn.

Nein, ich habe keine Infos über Löhne von ausländischen Fahrern, ich habe nur mir bekannte Stundenlöhne von Leuten, die ich persönlich kenne, aufgezählt. Ich wollte aber auch keine Lohndebatte führen.



Beitrag: #12
09.10.2013, 00:54

busexperte


Zitat:Zu Numi:

Hehe, bist Du Bahnfreund oder Busfreak Smile?

Also ich kenne mich da unten ja bahnmäßig nicht so aus, aber für mich erscheint der Railjet ein Schnellzug zu sein und die Westbahn ein Bummelzug. Dafür sprechen auch viele Zwischenhalte in Orten die niemand kennt. Und mit umsteigen (generell furchtbar !) dann steht man in Salzburg auf dem Bahnsteig im Schneesturm Mitte Januar und lauscht der Ansage "aus betrieblichen Gründen verzögert sich die Abfahrtszeit um XY Minuten" "wegen eines Schadens am Triebfahrzeug muß der Zug XY heute leider entfallen" "auf Grund eines Oberleitungsschadens hat der Zug heute leider eine Verspätung von XY Minuten" "die Einfahrt des Zuges in den Bahnhof verzögert sich um wenige Minuten, weil das Gleis im Stationsbereich noch belegt ist" "auf Grund eines vorausfahrenden Zuges im vor uns liegenden Streckenabschnitt" "die Verspätung durch warten auf Anschlußreisende eines anderen verspäteten Zuges bitten wir zu entschuldigen" "wegen Kindern im Gleisbereich" "auf Grund eines Personenschadens" "auf Grund eines Notarzt- / Polizeieinsatzes im Bahnhofsbereich" "wegen einer Signalstörung" "verkehrt unser Zug XY heute leider nicht bis Berlin-Ostbahnhof" "das Bordbistro kann heute leider nur einen eingeschränkten Service bieten" "auf Grund dichter Zugfolge heute eine Verspätung von XY Minuten" "leider wurden uns heute keine Tageszeitungen geliefert, wir bitte das zu entschuldigen" "heute in umgekehrter Wagenreihung" "der Halt in Wolfsburg wurde leider versehentlich vergessen, wir bemühen uns für in Wolfsburg aussteigende Fahrgäste um eine baldige Rückfahrmöglichkeit ab Berlin-Spandau und werden dort heute außerplanmäßig halten" SmileSmileSmile"auf Grund eines Stellwerksausfalls in Mainz verkehrt der IC XY heute OHNE Halt in Mainz" "auf Grund von Kupplungsproblemen verzögert sich die Weiterfahrt unseres Zuges hier in Hamm auf unbestimmte Zeit" "wegen verspäteteter Ankunft des Zugteils aus Köln" "die angekündigte Eisverkäuferin ist in Göttingen leider doch nicht zugestiegen, wir bitten das zu entschuldigen" "die letzten beiden Wagen sind heute leider verschlossen - Reisende mit Platzresrvierungen für diese Wagen melden sich bitte beim Zugpersonal" "Platz-Reservierungen können heute leider aus technischen Gründen nicht angezeigt werden" "wegen eines Ausfalls der Klimaanlage im vorderenen Zugteil haben Sie die Möglichkeit in Bielefeld Hbf. in den hinteren Zugteil zu wechseln" "Bitte benutzen Sie den für den ICE XY bereit gestellten Ersatzzug IC XY auf Gleis XY (5 Bahnsteige weiter)" "bitte beachten Sie, dass unser Zug seine Geschweindigkeit heute leider nicht voll ausfahren kann, wir werden XY daher vorausichtlich mit einer Verspätung von XY Minuten erreichen, Anschlußzüge sind der Transportleitung vorgemeldet, wir informieren Sie umgehend, sobald uns weitere Informationen vorliegen" "kann der ICE XY nach Basel SBB heute in Mannheim Hbf. leider nicht warten - Fahrgäste nach Basel benutzen Sie daher bitte den (letzten) RE um Uhr nach Freiburg Hbf. und melden Sie sich dort dann am Infopunkt für weitere Auskünfte - für Fahrgäste mit dem Fahrziel Saarbrücken warten wir noch auf eine Entscheidung der Transportleitung ob der Zug XY warten kann" "TütTiet Zugchef bitte mal 357 für den vorderen Zugteil, Tüttiet Zugchef bitte mal 357 für den vorderen Zugteil" "wegen Verzögerungen im Betriebslauf wird sich die Weiterfahrt des Zuges" "Fahrgäste ohne Platzreservierung benutzen bitte den nachfolgenden ICE XY um Uhr. Dieser Zug wird nur etwa 30min später eintreffen - wir können leider erst weiterfahren, wenn die Fahrgäste ohne Platzrervierung die Türen freigeben" "haben Sie noch Anschuß an den ebenfalls verspäteten ICE XY Abfahrt um XY - heute vorausichtlich um AB" "auf Grund einer Türstörung in Wagen 1 und 2 benutzen Sie bitte die Türen in den hinteren Wagen zu Austieg" "auf Grund einer techniscben Störung können die Bord-WC`s im hinteren Zugteil leider heute nicht benutzt werden" "müssen wir die Stromversorgung im Zug kurz unterbrechen, es besteht aber kein Grund zur Beunruhigung, auch wenn das Licht kurzzeitig ausgeht" "in ca. 90 min werden drei Großraumtaxen am Ausgang am hinteren Bahnsteigende bereit gestellt, die Sie weiter nach Höxter und Göttingen bringen. In Göttingen wenden Sie sich bitte an den dortigen Infopunkt für Informationen zu Ihrer Weiterreise" "verkehrt der ICE XY heute nur mit einem Zugteil bius Hamm. In Hamm wird für die Fahgäste mit Fahrziel Hagen, Wuppertal und Köln ein Ersatzzug bereit gestellt" usw. - also, wer sowas alles persönlich erlebt hat - und ich bin noch recht jung, und vieles sogar mehrfach, kann sicher verstehen, dass ich sehr froh bin, wenn ich sowas möglichst nie wieder hören muß) und mit den ganzen sonstigen Begleiterscheinungen solcher NV-Züge wie z.B. möglicherweise Fusballfans, Eishockeyfans (gibt´s in Salzburg alles) Schülergruppen, Hunde, schreiende Babys, Schulklassenausflug, Kindergartenausflug, Kegelclubausflug usw. .- Wenn man am Gang sitzt in Zügen - und ich bin zwar schlank aber sehr breitschultrig - bekommt man auf jeder Fahrt immer diverse Reisetaschen, Rucksäcke, Daunenjacken etc. gegen die Schulter oder den Kopf von durchgehenden Fahrgästen - sitzt man am Fenster zieht es aus der Lüftung meist oder man knallt mit dem Kopf gegen die Scheibe beim zu schnellen befahren von Weichen oder sonstigen seitlichen plötzlichen Schlägen - habe ich da überhaupt einen garantierten Sitzplatz in Fahrtrichtung oder kostet der 4,50 € extra wie in Deutschland? Kann ich einen Vorhang zuziehen, wenn die Sonne blendet ? Gibt´s Fusstützen, ein Tischchen ? Also da kippe ich lieber den Fernbussitz bis zum Anschlag nach hinten und döse gemütlich vor mich hin... weil ich 1,90m bin und sehr breit ist der Platz neben auch immer einer der letzten die belegt werden, so dass ich auch im fast vollen Bus noch in der Regel immer 2 Sitze nebeneinander zur Verfügung habe was meinen Komfort noch erhöht... .

ALSO: Wenn da ein Bus nur bis Salzburg kommt, fahre ich gerne mit dem bis Salzburg - aber umsteigen in einen Zug - nur noch im alleräußersten Notfall... Smile



Beitrag: #13
09.10.2013, 02:29

numi


Zitat:
busexperte schrieb:Zu Numi:
Hehe, bist Du Bahnfreund oder Busfreak Smile ?

Ich würde mal sagen beides Smile Verkehrsmittel abseits des MIV halte ich für ein sehr interessantes Thema und benutze sie natürlich auch gerne. Da ist der Fernbus natürlich auch höchst interessant weshalb ich gerne hier im Forum unterwegs bin und diskutiere. Nur versuche ich die Sache ziemlich unvoreingenommen zu betrachten und die Systemvorteile der verschiedenen Verkehrsmittel fair zu bewerten. Deshalb favorisiere ich oftmals auch eine Bahnverbindung, wenn ich diese für die bessere Lösung halte. Wenn man, wie in diesem Fall, sowohl Systemvorteile des Busses als auch des Zuges nutzen kann, finde ich das natürlich besonders gut.

Bei aller Kritik an der Bahn muss ich sagen, dass man vieles sicherlich auch beim Bus kritisieren kann. Wie hier im Forum ja immer wieder diskutiert wird, läuft da nämlich auch bei weitem nicht alles rund. Mein persönlicher Eindruck ist da aktuell, dass die Verspätungswahrscheinlichkeit beim Bus sogar etwas höher ist als bei der DB Fernverkehr. Auf Seiten des Komforts bin ich mit beiden Verkehrsmitteln ähnlich zufrieden.

In Deutschland haben wir das Problem, dass wir im Schienenfernverkehr mit der DB ein Monopol eines Staatsunternehmens haben das bei den letzten Regierungen zu enormen Sparmaßnahmen gezwungen wurde wodurch die Qualität natürlich stark leidet. Hinzu kommt, dass dieses Unternehmen für mein Beförderungsbedürfnis auch preislich kaum attraktive Angebote hat.

Nur bei der Westbahn haben wir diese Probleme eben nicht.

Im Endeffekt für mich entscheidend ist der Fahrpreis im Verhältnis zur Fahrzeit. Hier glaube ich, dass zwischen Salzburg und Wien die Westbahn besser ist als es ein Bus sein könnte.



Beitrag: #14
09.10.2013, 04:26

busexperte


Zitat:Also, ich hab mir diese Westbahnzüge mal angeguckt im Internet, sehen wirklich besser aus als die deutschen RE-Doppelstockwagen. Ich denke, da ist auch viel Geschmackssache - ich hab halt gerne meine Ruhe - da gibt´s ja wohl sowas wie Sitzecken und ein Bistro, sogar Raucherbereich - sowas finden andere sehr attraktiv - für mich heißt das nur: Viel unruhe und Lauferei im Zug.

Bei den Bussen muß man immer sehen, dass alles ganz neu ist. Das dauert jetzt erstmal 2-3 Jahre bis alle ihre Netze so halbwegs fertig haben, Fahrzeiten korrigiert sind und sich alles eingespielt hat und man auch in etwa weiß, wo wann welche Staus sind - klar kann man Unfälle nicht vorhersehen, aber in NRW z.B. kann man jeden Morgen im Radio immer die gleichen Staus hören zu denselben Uhrzeiten. Das sind vielleicht dann montags 5km und Di. nur 4km an einer Stelle, aber die Nadelöhre sind jeden tag die gleichen. Mehrere Busfirmen haben gerade jetzt diverse Fahrpläne korrigiert z.B..

Zwischen Salzburg und Wien kann schon gut sein mit der Westbahn, dass das gut läuft - aber es geht ja um München (vermutlich). Und wenn ich bei bahn.de die Verbindungen suche, kann ich wählen zwischen Westbahn + RE mit umsteigen in Salzburg komplett in ca. 4:40 für ca. € 47,- mindestens ODER den Railjet alle 2 Stunden in 4 Stunden für knapp € 100,-. Wenn man einen Bus zügig legt, kann man das in ca. 5 Stunden bis 5:20 schaffen von München bis Wien - und würde das ca. 20-30,- € kosten, müßte das gut laufen. Eine Kombi von Westbahn mit Flixbus Salzburg-München kann ich mir nicht vorstellen. Es bliebe immer das Umstiegsproblem und der Preis wäre zu teuer. Die Westbahn alleine kostet ja schon € 25,- . Und bei einem Gesamtpreis von über € 30,-/€ 35,- fahren zwar noch ein paar mit, aber vermutlich nicht ausreichend viele für eine gute Belegung des Busses. Zum Vergleich: Berlin-Ruhrgebiet geht mit ICE in 4 Stunden, die Busse brauchen knapp 7 - trotzdem sind die gut besetzt.



Beitrag: #15
09.10.2013, 06:30

der münchner


Zitat:boa das wäre ja echt der Hammer. Dann fährt der Bus also ausschließlich München - Salzburg - Wien was ich mir schon lange wünsche! (laut google maps / flixbus)



Beitrag: #16
09.10.2013, 12:08

numi


Zitat:@busexperte

Du machst den großen Fehler, die Westbahn mit einem deutschen Produkt zu vergleichen. Die einzige Verbindung die auch nur ansatzweise ein Vergleich wäre, ist Hamburg - Köln durch den HKX. Dieser fährt allerdings nur bis zu 3x am Tag mit sehr altem Material. Die Westbahn fährt bis zu 15x täglich mit nagelneuen Zügen. Ein Vergleich mit der DB ist auf Grund des komplett anderen Preissystems kaum möglich. Vom Komfort hat die Westbahn IC/ICE Niveau.

Zum Fahrpreis. Die <5ct / Pkm Preise werden sicherlich auch in Deutschland langfristig verschwinden. Das ist aktuelle eben Verdrängungswettbewerb vom feinsten. Dazu kommen zwischen Salzburg und Wien noch etwa 80€ Maut und auf der selben Relation eben auch der sehr starke Wettbewerber (was wahrscheinlich zu einer geringeren Auslastung führt). Langfristig halte ich daher einen Fahrpreis von unter 30€ zwischen München und Wien für unrealistisch. Ein solcher Fahrpreis wäre aber auch mit einem Kooperationsangebot mit der Westbahn machbar.
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Beitrag: #17
09.10.2013, 15:29

busexperte


Zitat:Hehe, naja - da sind wir unterschiedlicher Meinung... - also wenn ich nur mal 50 Personen rechne die nur 20,- € bezahlt haben oder 40 Personen, die 25,- € bezahlt haben, sind das schon 1000,- € brutto für gut 5-6 Stunden (inkl. 45min Wendezeit) Betriebskosten. Wenn ich um 6:00 losfahre, kann ich um 12:00 zurück- und um 18 Uhr wieder losfahren - das ist sehr attraktiv mit Spätankunft um 23:15 in beiden Metropolen. D.h. 3 x € 1000,- für 24 Stunden und 1 Bus als Rechenbeispiel z.B. für einen der bei Unternehmern beliebten 57er Dreiachser. Also wenn da PRO TAG nicht ein vierstelliger Gewinn übrig bleibt, dann weiß ich`s auch nicht. Mit 2 Bussen ginge ein 6-Stunden Takt, mit 4 Bussen ein 3-Stunden-Takt. Plus Option für 1 Nachtfahrt je Richtung (0:00 ab, 5:15 an). Ein 5. (älterer) Bus ist allerdings dann notwendig als Wartungsreserve - kann aber dann auch an Großkampftagen noch gelegentlich als Verstärker eingesetzt werden.

Man könnte aber auch je nach Nachfrage z.B. einen 15m VDL Futura 148 Dreiachser nehmen mit 65 Plätzen (verkeht z.B. Eurolines Berlin-Paris jede Nacht) oder einen 15m Plaxton Elite i (das ist das neue Standard-Fahrzeug mit 2 Rollstuhlplätzen von National u. anderen in England) mit bis zu 75 Plätzen oder einen Doppeldecker mit bis zu 90 Plätzen - und die Linie natürlich nicht in München enden lassen sondern durchbinden bis Frankfurt oder Mannheim, Köln z.B. . Dann werden durch Synergieeffekte noch viel mehr mitfahren und es wirtft noch viel mehr Gewinn ab. Wer z.B. von Augsburg oder Stuttgart nach Salzburg, Linz oder Wien möchte, wird dann wohl kaum noch den Zug nehmen - egal ob DB oder Westbahn... . Bequemer und billiger - und auch gar nicht so langsam - als mit so einem Bus geht es nicht. Nur mal theoretisch, 80 x € 25,- - das wären € 2000,- brutto mit nur einer einzigen Fahrt... und bei Berlin-München z.B. sitzen oft 70-80 Personen drin tagsüber - trotz 2-3 Stunden-Taktes. Das mit der Ösi-Maut für Busse - da wird es sicher auch günstige Jahreskarten geben... . Selbst 80,- € holt man schnell wieder rein z.B. mit 4 Fahrrädern für € 10,- / Stück, für Wintersportgepäck und große Musikinstrumente kann man auch z.B. € 5,- Zuschlag nehmen und Umsätzen aus dem Getränkeautomat (die Westbusse haben das ja...)

ZU DEN FAHRPREISEN
Einen Cent-Preis pro Kilometer interessiert keinen Fahrgast. Der Pauschalpreis für eine Relation von A nach B muß für den Fahrgast SEHR preiswert klingen, so preiswert, dass auch Neuverkehr erzeugt wird, Mitfahrzentralen teurer sind, es dann auch für die Mitfahrzentralen-Autofahrer nicht mehr lohnt, weil ihnen die Mitfahrer wegbleiben und die Bahn möglichst sogar mehrfach teurer. Beispiele sind MFB/Flix Berlin-München für 22/19,- € oder auch Ruhrgebiet-Berlin in ca. 6:30 bis 7:15 Stunden ebenfalls für 22,-/19,- €. Das ist ein super Angebot und das wird dann auch gerne gebucht von vielen Leuten - deshalb sind diese Busse (immer/oft) sehr gut besetzt. Und das ist schon bis zu 2 Stunden längere Fahrdauer (also auch deutlich mehr Betriebskosten) als bei meinem Beispiel München-Wien.

Anderes Beispiel: Berlin-Rostock/Warnemünde für € 11,- - das ist auch ok - dafür fahren viele Berliner im Sommer eben einen Tag an die Ostsee und nicht - wie früher - an den Wannsee... - und die Rostocker zum Shoppen oder Party machen nach Berlin.

Also die sehr günstigen Preise sind auch langfristig Grundvorsetzung für ein dichtes starkes Fernbusnetz in Deutschland. Es gibt Prognosen von Universitäten die einen Anteil von 30% vorhersagen am Modal Split - das sehe ich mindestens genauso, aber bis dahin ist es auch noch ein weiter Weg - in England z.B. verkehren die Linien tagsüber im 30-Minuten-Takt... (London-Manchester, London-Liverpool, London-Birmingham, London-Sheffield, London-Newcastle, London-Glasgow etc.) und es gibt auch viele Nachtbusse sogar mit richtigen Betten drin für 42 Personen.



Beitrag: #18
09.10.2013, 15:40

fastrider


Zitat:
busexperte schrieb:Hehe, naja - da sind wir unterschiedlicher Meinung... - also wenn ich nur mal 50 Personen rechne die nur 20,- € bezahlt haben oder 40 Personen, die 25,- € bezahlt haben, sind das schon 1000,- € brutto für gut 5-6 Stunden (inkl. 45min Wendezeit) Betriebskosten.

45 Minuten Wendezeit sind zu knapp. Siehe C2C. Die schleppen dann ihre Verspätungen den ganzen Tag mit rum. 2 Stunden Wendezeit sollten mindestens sein, um etwaige Staus abzufanen, eher 3 Stunden. Gerade bei Verspätungen, die das Unternehmen verursacht, und sei es durch schlechte Planung, reagieren Fahrgäste verärgert.



Beitrag: #19
09.10.2013, 17:44

numi


Zitat:@busexperte

Ich glaube du machst dir vieles viel zu einfach. Das sieht man an verschiedenen Stellen in deinen Beiträgen. Du hast zwar theoretisch meist recht, nur deckt sich das eben nicht mit den Praxiserfahrung die sich im laufe dieses Jahres ergeben haben.

Bisher macht ja anscheinend kein Fernbusanbieter in Deutschland Gewinn. Meist wird als Ziel das nächste oder gar übernächste Jahr angegeben. Daher ist die Annahme verbreitet, dass die aktuellen Preise langfristig wieder etwas anziehen werden. Auf Basis aktueller Verbindungen ein ertragreiches Angebot erstellen zu wollen, ist daher kaum möglich.
Auch deine Annahmen zur Auslastung sehe ich eher als utopisch an. Du glaubst doch nicht wirklich, im Durchschnitt über 40 Fahrgäste auf der Gesamtstrecke in den Bus zu bekommen?! Man darf nicht vergessen, es ist nicht immer Sonntag nachmittags sondern 5x so oft auch vormittags am Werktag. Nur weil Du einen größeren Bus einsetzen möchtest bedeutet das noch lange nicht, dass dadurch auch die Zahl der Fahrgäste steigt und wenn du die unrentablen Verbindungen streichst, ist das Angebot nicht bekannt genug.

Auch deine Zeitkalkulationen passen hinten und vorne nicht, da sie keine Reserven enthalten. Die Erfahrungen haben aber deutlich gezeigt, dass diese Reserven notwendig sind. Die 440 km mit zwei Zwischenhalten in unter 5h30 fahren zu wollen wird zu einer sehr starken Verspätungsanfälligkeit führen. Das würde inzwischen kein Anbieter mehr machen. Zu den Wendezeiten hat sich @fastrider ja schon geäußert. Mache aus deinen 6 Stunden also gleich mal 8 und schon hast du am Tag nur noch zwei Fahrten mit einem Bus.

busexperte schrieb:Also wenn da PRO TAG nicht ein vierstelliger Gewinn übrig bleibt, dann weiß ich`s auch nicht.

Das ist jetzt nicht als Anschuldigung gemeint, aber letzteres ist wohl der Fall. Wie gesagt, Du machst es dir zu einfach. Deine Ansätze und Ideen sind wirklich gut und helfen sicherlich auch der Diskussion, aber es fehlt dir noch ein gewisses Gefühl für die Praxis um wirklich das Gesamtbild zu sehen. Zumindest ist das mein Eindruck, allerdings glaube ich, hier nicht der Einzige mit diesem Eindruck zu sein. Da Du allerdings klar zeigst, dass dich die Thematik interessiert und Du ja auch schon ein recht großes Fachwissen hast, glaube ich, dass Du dir das nötige Wissen hier mit der Zeit auch noch aneignen kannst.



Beitrag: #20
09.10.2013, 19:31

huw


Zitat:
numi schrieb:Bisher macht ja anscheinend kein Fernbusanbieter in Deutschland Gewinn. Meist wird als Ziel das nächste oder gar übernächste Jahr angegeben.

Kannst du das belegen, weil ich vermute das Gegenteil.
Wieso hat MFB den Takt auf vielen Strecken nach und nach ausgebaut, wenn sie kein Gewinn damit machen?

Klar ich kann mir vorstellen, dass die Busse kein Gewinn machen auf Strecken, wo viele Busse konkurrieren, aber gerade MFB hat viele Strecken wo sie alleine unterwegs sind und die Busse sind immer gut gefüllt.

Seite 3 / 4:


Beitrag: #21
09.10.2013, 19:45

Sciurus


Zitat:
huw schrieb:Kannst du das belegen, weil ich vermute das Gegenteil.
Wieso hat MFB den Takt auf vielen Strecken nach und nach ausgebaut, wenn sie kein Gewinn damit machen?

Aussagen wie "Wir hoffen/erwarten/glauben, 2014/2015/2016 in die schwarzen Zahlen zu kommen" gab es von verschiedenen Anbietern in Pressemeldungen.

Das ist auch kein Widerspruch zum Ausbau und gut ausgelasteten Fahrten.
Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass die eine oder andere Linie, vielleicht auch einige, und bei den anderen wenigstens bestimmte Fahrten für sich alleine gesehen operativ Gewinn machen, also mehr Einnahmen bringen als der Weiterbetrieb kostet.

Demgegenüber stehen aber Anfangsinvestitionen wie z.B. der Aufwand für Planung, Verhandlungen mit potentiellen Partnern, Genehmigungen, IT-Infrastruktur und vieles mehr, was man irgendwie finanzieren muss, bevor der erste Bus überhaupt fährt. Und natürlich die Werbung, um die Linie bekannt zu machen... das kostet alles einen Haufen Geld, das irgendwie dann auch wieder aus den Fahrgelderlösen refinanziert werden muss.

Und diese Kosten dürften momentan wahrscheinlich bei allen Anbietern die Gewinne aus dem operativen Geschäft noch deutlich übersteigen.



Beitrag: #22
09.10.2013, 19:56 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.10.2013 19:58 von RailServ.)

RailServ


Zitat:
huw schrieb:
numi schrieb:Bisher macht ja anscheinend kein Fernbusanbieter in Deutschland Gewinn. Meist wird als Ziel das nächste oder gar übernächste Jahr angegeben.

Kannst du das belegen, weil ich vermute das Gegenteil.
Wieso hat MFB den Takt auf vielen Strecken nach und nach ausgebaut, wenn sie kein Gewinn damit machen?

Klar ich kann mir vorstellen, dass die Busse kein Gewinn machen auf Strecken, wo viele Busse konkurrieren, aber gerade MFB hat viele Strecken wo sie alleine unterwegs sind und die Busse sind immer gut gefüllt.

Zunächst macht MFB einmal Umsatz und der Ausbau des Streckennetzes deutet darauf hin, dass der Umsatz sehr hoch sein könnte. Das allein läßt aber noch keinen Rückschluss auf Gewinne oder Verluste zu.

Auf einer Strecke von A nach B kann man mit einer Auslastung von 30 Reisenden bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 20 € je Fahrgast einen Umsatz von 600 € erzielen. Mit einer Auslastung von 25 Fahrgästen auf der selben Strecke bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von 25 € erziele ich einen Umsatz von 625 €.

Schon allein diese beiden Rechnungen zeigen wie wenig uns die Auslastung über den tatsächlichen Umsatz verrät.

http://www.simplexmobility.de // Fernbus-Fahrplan und Fernbus-Report



Beitrag: #23
10.10.2013, 00:33

busexperte


Zitat:Das wäre schön dumm, wenn ein Anbieter jetzt schon groß rumtönen würde, dass er satte Gewinne macht. Dann würden doch sofort 2, 3 4 weitere Anbieter auf die Idee kommen, auch Fernbusse zu machen - sei es Lidl, eine Tankstellenkette, McDo oder noch ein Start-Up.

Also bei MFB ist der einzige Abschnitt mit weniger als 50% Auslastung Dresden-Chemnitz, vielleicht noch die letzten Enden kurz vor Oberstdorf und Neheim... - einfahrende Betriebsstrecken wie spätabends Braunschweig-Wolfenbüttel... .

Alles andere ist (fast) immer sehr voll oder ganz voll... - und die letzten ca. 10 Fahrgäste haben dabei 40-60 € bezahlt ! Also ich bin mir 100% sicher, dass da schon längere Zeit gute Gewinne gemacht werden wie in allen Franchising-Systemen.

Bei Flixbus sollten sie im Bereich einer schwarzen Null sein.
Steinbrück macht vermutlich die größten Gewinne mit seinen Linien, die meisten anderen Linien von BLB sind zumindest immer 50, 60% belegt - außer B-Hannover und B-Leipzig - aber das kann sicher mit HH und Dresden ausgeglichen werden.

C2C ist wohl noch nicht im Gewinnbereich.

Noch zu MFB:

Da fallen auch im Einzelfall mal schnell einzelne Umläufe raus - z.B. die Spätfahrt Berlin-Essen-Berlin samstags. Bin ich am Anfang mal mit gefahren - war nur knapp halbvoll und wurde deshalb wohl wieder rausgestrichen. Deswegen denke ich auch, dass es noch diesen Winter Änderungen mit Dresden-Chemnitz geben wird, weil da nicht
mehr als 5 oder 10 Personen im 57er mitfahren und das ist zu wenig.

So ähnlich macht es auch Ryanair - läuft eine Route nicht gut, wird die Maschine so schnell wie möglich auf eine ganz andere Route umgesetzt die Gewinn macht.

Und das ist das ganze System sehr erfolgreich.

ZUR WESTBAHN:
Ich habe das nur vom System her beispielhaft zeigen wollen, wie sowas ungefähr aussehen könnte in wenigen Minuten gecheckt. Eine genaue Ausarbeitung der exakten Fahrzeiten etc. war nicht mein Ziel. Gibt´s denn auf der Westautobahn oft Staus - ich war da lange nicht mehr mit dem Auto ? Denke, dass 2 x 45 pro Umlauf ausreichen müßten. Sonst halt hier und da mal schieben und tricksen - die Linie sollte doch sowieso verlängert werden in andere große Städte in Deutschland mit Linienübergängen etc. . Vielleicht ist sogar auch eine Verlängerung nach Bratislava sinnvoll, das ist wirklich nicht weit von Wien. Das ist immerhin die Hauptstadt der Slowakei und in Punkto Steuern ist es das günstigste Land in ganz Osteuropa, also auch z.B. den Bus hier auftanken kann sich lohnen.



Beitrag: #24
10.10.2013, 01:56

busexperte


Zitat:Bei vielen deutschen Linien geht oft meiner Meinung nach sehr viel unnötige Zeit bei den Halten verloren. Da steigt eben der Fahrer aus, raucht erstmal eine, dann zwei Fahrgäste auch noch rauchen etc. usw. und schon sind bei einem einfachen Stop 10min weg. Ich hatte hier schon irgendwo das gepostet, wie das bei Eurolines Business Class läuft, 8 Personen raus, 10 rein in ca. 2-3 min komplett mit Gepäckklappe auf / zu etc. . Da wird aber dann auch mit Vollgas beschleunigt etc. . Ich würde bei Wien-München auch kurze schnelle Zwischenhalte bevorzugen - 80-90% dürften durchfahren wollen und nur 10-20% in Linz, Salzburg rein/raus.

Es werden auch viel zu wenig alternative Halte einbezogen. Beispiel:
Berlin-München ginge in unter 6 Stunden - schneller als jeder ICE, was für ein Werbeslogan wäre das ! Jaaaa geht, mit Fernbus - nein, nicht Matzes Minibus Smile . Aber nicht von ZOB bis ZOB sondern von Wannsee S (da hält glaube ich irgendein BLB Bus (?) - auch ideal für Potsdamer und Südberliner bis Fröttmaning ZOB. Der ist an der Allinanz Arena direkt an der U6 in Schwabing. Hier wohnen übrigens die meisten Studis in München, die größten Wohnheime sind ganz nah (Studentenststadt). Natürlich starten die Busse am Berliner ZOB und enden an der Hackerbrücke - aber in der Werbung kann man immer ganz legal schreiben Berlin-München in 5:55!

Die Halte müssen nur im Stadtgebiet liegen, rechtlich 100% sicher.
Und das werden auch viele Fahrgäste nutzen - mit der U6 bin ich von Fröttmaning in München schnell durch die halbe Stadt bevor der Bus an der Hackerbrücke später ankommt. Und in Wannsee mit der S1 z.B. schnell am wichtigen Knotenpunkt Rathaus Steglitz und mit der S 7 direkt auf der zentralen Stadtbahn ohne umsteigen. Und der Fernbus darf direkt am S-Bahnhof halten. Am ZOB Berlin sind die weiten Fußwege zu U+S eigentlich ein großer Nachteil.

Für Wien-München könnte man z.B. Zusatzhalte noch im Münchener Südosten an einem U-/S-Bahnhof an der A8 machen und in Wien in Hütteldorf ev. noch. Spätestens dann sollte die Fahrzeit auch hier von 4:55 möglich sein für 420km. Das ist dann nur 1 Stunde langsamer als der 4 x so teure Railjet... (bei einem Beispielpreis von ca. 22,- bis 24,- €).

Zur Erinnerung einmal die Ryanair-Flughäfen: Düsseldorf-Weeze, Frankfurt-Hahn - da ist es eigentlich Betrug, die Städte haben gar nichts mit den Flughäfen zu tun - liegen wirklich weit weg... . Aber BerlinWannsee-MünchenFröttmaning und MünchenGiesing-WienHütteldorf halte ich für sehr gute werbetaktische Lösungen.



Beitrag: #25
10.10.2013, 08:54

der münchner


Zitat:Für zumindest Süd-Nord Verbindungen über die A9 und dazu am besten Expressbusse ist München-Fröttmaning wirklich deutlich besser als ZOB. Ich glaube mit Anmeldung ist die Einfahrt dort sogar für die Busse noch dazu billiger wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Aber irgendwie traut sich einfach keiner, glaube kaum dass das an Behörden liegt. Fröttmaning ist ja glaube ich genauso wenn nicht sogar ein Tick größer dort der Busbahnhof.

München - Berlin in unter 6 Stunden, da braucht ma ja net mal mehr fliegen :-D



Beitrag: #26
10.10.2013, 13:12

numi


Zitat:
busexperte schrieb:Also bei MFB ist der einzige Abschnitt mit weniger als 50% Auslastung Dresden-Chemnitz, vielleicht noch die letzten Enden kurz vor Oberstdorf und Neheim... - einfahrende Betriebsstrecken wie spätabends Braunschweig-Wolfenbüttel... .

Alles andere ist (fast) immer sehr voll oder ganz voll... - und die letzten ca. 10 Fahrgäste haben dabei 40-60 € bezahlt ! Also ich bin mir 100% sicher, dass da schon längere Zeit gute Gewinne gemacht werden wie in allen Franchising-Systemen.

Ich meine auch von MFB gab es neulich mal eine Stellungnahme in einem Zeitungsbericht in dem es hieß, dass man noch nicht profitabel ist.

Und wie gesagt, es ist nicht immer Sonntag nachmittags. Man findet an Tagen wie heute durchaus Busse von MFB in denen das Buchungssystem noch über 40 freie Plätze anzeigt (und das sind nicht wenige). Natürlich sind die Fahrten an stark nachgefragten Tagen dann eine Goldgrube, aber damit muss man eben erst einmal die anderen Tage ausgleichen bevor unterm Strich etwas übrig bleibt.

busexperte schrieb:Für Wien-München könnte man z.B. Zusatzhalte noch im Münchener Südosten an einem U-/S-Bahnhof an der A8 machen und in Wien in Hütteldorf ev. noch. Spätestens dann sollte die Fahrzeit auch hier von 4:55 möglich sein für 420km. Das ist dann nur 1 Stunde langsamer als der 4 x so teure Railjet... (bei einem Beispielpreis von ca. 22,- bis 24,- €).

Aber wenn die Linie erst außerhalb von München beginnt verliert man die Möglichkeit, ab Hackerbrücke Umsteigeverbindungen mit den 20 anderen FlixBus Zielen anzubieten und dadurch sicherlich auch sehr viele Fahrgäste. Deshalb glaube ich nicht, dass dies in diesem Fall erfolgreich wäre.

Für Verbindungen ab denen es in München keine geeigneten Ziele als Anschlussverbindung gibt, wäre ein Halt außerhalb des Stadtzentrums aber sicherlich nicht uninteressant.



Beitrag: #27
10.10.2013, 15:19

Thomas_Lammpe


Zitat:
busexperte schrieb:Berlin-München ginge in unter 6 Stunden - schneller als jeder ICE, was für ein Werbeslogan wäre das ! [..] Aber nicht von ZOB bis ZOB sondern von Wannsee S [..] bis Fröttmaning ZOB.

Auch wenn es mit der WestBahn endgültig nichts mehr zu tun hat, könnte ich mir gut vorstellen, dass solche zusätzlichen Halte an der Peripherie von Großstädten lohnend sein könnten. Ich sehe hier weniger den Vorteil eines Werbeslogans, der sich bedenklich nah an einer Lüge befindet, sondern eher eine gute Reisemöglichkeit für Personen, die in oder nahe dieser Peripheriehaltestellen ihre Reise beginnen. Denn durch die entfallenden Fahrten mit dem Nahverkehr zum ZOB oder Hauptbahnhof und aus dem Zentrum heraus, können schnell eine halbe bis eine Stunde Fahrzeit eingespart werden. Selbstverständlich ist das Fahrgastpotential hier ähnlich wie in Kleinstädten geringer, was auch ein Grund sein dürfte, dass das meines Wissens bis jetzt kein Fernbusunternehmen anbietet.



Beitrag: #28
10.10.2013, 15:47

busexperte


Zitat:Ok, das ist dann falsch verstanden worden, also ich meinte z.B.:

KÖLN-FRANKFURT-MÜNCHENHackerbrücke-MÜNCHENGiesingU-SALZBURG(Flughafen falls Zentrum zu lange dauert)-LINZSüd-WIENHütteldorfU-Bahn-WIENWestbahnhof (mit Verlängerungsoption je nach Umlaufplanung nach Bratislava (Pressburg).

Und bei BERLIN-MÜNCHEN einen Halt in FröttmaningU6 UND im ZOB Hackerbrücke.

Also die Gesamtfahrzeit von ZOBBerlin zu ZOBMünchen erhöht sich ca. um 16-20min insgesamt - aber von WannseeS bis Schwabing-FröttmaningU6 geht es locker in unter 6 Stunden mit einem Blitz-Fahrerwechsel irgendwo direkt an der A9 - z.B. in Münchberg ODER WeissenfelsARALAutohof oder Leipzig-BelantisGünthersdorf mit einer ca. 4 Stunden-Etappe und einer ca. 2 Stunden-Etappe. Der Blitz-Halt kann da gemacht werden wo man Busfahrer findet ODER man stellt Neue ein wie z.B. auch Steinbrück aus Spanien und besorgt denen z.B. eine Wohnung z.B. in Leipzig-Günthersdorf an der A9. Das würden tausende arbeitslose Spanier im Alter von 20-35 ohne jede Jobperspektive (50% Arbeitslosigkeit !!!) und wohnhaft bei Mutti im Kinderzimmer in langweiligen spanischen Provinzstädten SOFORT liebend gerne machen in eine aufstrebende deutsche Großstadt zu ziehen wie z.B. Leipzig.

Riesengross den Bus beschriftet mit "Berlin-München in 5:55 für ca. 20 € (z.B.) alle 2 Stunden" - das müßte das Ende sein von allen Mitfahrautos auf der Strecke und auch z.B. von Matzes Minibus - da frag ich mich, ob für ca. 30min Zeitersparnis die Leute dann € 40,- bezahlen... und bevor ich mich auf die Rückbank eines Mitfahrzentralen-Studenten-Fiats, Corsas oder Polos quetsche, sitze ich dann lieber im Schlafsessel im Fernbus. Und wer fährt da denn noch mit ICE über diese kurvige langsame Strecke durch Thüringen und Franken in deutlich über 6 Stunden zu horrenden Preisen ?

Da sollten auch 3, 4 Parallel-Bus-Anbieter mit guten Gewinnen langfristig auskommen trotz möglichst hoher Taktfrequenz - und jedes Mitfahrauto was verschwindet, entlastet die Umwelt und verringert Staus. Gute Werbung ist natürlich wichtig - wenn viele gar nichts wissen von den Bussen zu dem günstigen Fahrpreis in der tollen Fahrzeit können sie auch gar nicht mitfahren... .

Aktionen sind wichtig - z.B. mit einer Zeitung kooperieren - 3 Reporter machen ein Wettrennen - einer fährt Bus, einer ICE, einer Mitfahrzentrale
(keine Sorge - die fahren nicht 180 oder 200km/h und müssen auch normale Pause machen zwischendurch - die werden also insgesamt NICHT schneller sein wenn der Bus nur einen 5min Blitzhalt macht für den Fahrerwechsel !)

Beste Chancen, durch diese Strecke das "Bus=Langsam - Image" loszuwerden - und das hilft allen Anbietern!



Beitrag: #29
10.10.2013, 20:33

ffz


Zitat:Hallo,

das sind laut Google Maps 559km, das ist in unter 6 Stunden mit keinem Bus zu schaffen. Der Bus beschleunigt ja nicht direkt von 0 auf 100km/h ist nicht direkt auf der Autobahn, der kleinste Stau und die ganze Fahrzeit implodiert. Dazu kommt dass Busreisende nunmal Fahrgastrechte haben, wenn der Bus über 90 Min Verspätung hat, haben die Reisenden Anspruch auf kostenfreie Speisen und Getränke, ab 120 Min Anspruch auf 50% des Fahrpreises. Du musst in den Fahrplan ausreichend Reserven einbauen, sonst hast du ganz schnell verärgerte Kunden, die nicht mehr mit dir reisen und wenn du Ihnen die Fahrt schenkst.

Zu deiner Theorie einer durchgehende Linie Köln-Frankfurt-München-Salzburg-Wien-Bratislava, erstens kostet die österreichische Autobahn Maut bei einem 3-Achser Bus zwischen 21 und 28 Cent pro km je nach Emissionsklasse, siehe hier http://www.asfinag.at/maut/maut-fuer-lkw-und-bus Sondermautstrecken nicht berücksichtigt. Es gibt für Busse keine Jahreskarte, sondern es wird ganz hart nach Kilometern abgerechnet. So eine Strecke wäre eher was für Eurolines, oder Touring. Aber Flixbus, oder MFB werden kaum solche langen Distanzen fahren, da erreichst du Fahrzeiten von 12-16 Stunden pro Richtung, dazwischen musst du mindestens 1 mal tanken, ganz so groß ist ein Bustank dann doch nicht, da gehen schon 400L rein, aber wenn der Bus davon pro 100km 20-25L wieder rausbläst, auf Steigungen gerne mehr kannst du dir selber ausrechenen, wie lange der Sprit reicht.



Beitrag: #30
10.10.2013, 21:23

der münchner


Zitat:Das ist ja echt Abzocke für den Bus keine Jahreskarte zu verkaufen (Österreich).

Thema Maut hab ich aus diesem Grund schonmal MFB die Linie München - Garmisch - Seefeld/Tirol - Innsbruck Airport - Innsbruck HBF vorgeschlagen. Hier würde man große Städte miteinander verbinden ohne auch nur einen einzigen KM mautpflichtige Straßen zu fahren. Dazu gibt es aus Bayern absolut keine Verbindung zum Innsbruck Airport und die Bahn fährt über Mittenwald nach Innsbruck nur mit Umstieg und der ICE fährt ohne umsteigen "rechtsherum" über Kufstein, also eine weitaus längere Route (auf dem 1. Blick)

Seite 4 / 4:


Beitrag: #31
10.10.2013, 21:30

ffz


Zitat:Hallo,

tja die Österreicher wollen halt was verdienen am Durchgangsverkehr...

Das mit dem Umsteigen in Mittenwald könnte/sollte sich aj hoffentlich zum Fahrplanwechsel erledigt haben, wenn die Talent 2 die österreich Zulassung bekommen, schaun mer mal.

Ich denke mal das Thema Maut ist auch der Grund, warum MFB Saarbrücken noch nicht in die Linie 11 aufgenommen hat, denn da wäre die französische Maut zu bezahlen, die dürfte auch so um die 30 Cent pro km bei einem Bus liegen, kalr ist es nicht serh weit, aber trotzdem, auch die 70km Maut muss man erstmal verdienen. Und was zum Problem werden könnte ist die nicht durchgebaute A1 Köln-Saarbrücken, hier geht nur Landstrasse durch die Eifel fahren, oder den Haken über die A48 und die A61 schlagen.



Beitrag: #32
10.10.2013, 21:39

busexperte


Zitat:viamichelin 440km

das mit Köln war nur symbolisch, der Bus kann auch von Saarbrücken kommen oder von Zürich. Aber Fakt ist, dass möglichst lange Linien mehr bringen als kurze - trotzdem könnte man Wien-München auch ohne Verlängerung fahren. Das mit Bratislava war nur eine ganz vage Idee. Ich denke, dass da die Slowaken das super annehmen würden in ca. 6,5 Stunden billig und direkt bis München aus Bratislava.
MünchenZOB-MünchenGiesingU-SalzburgFlug-WienHütteldorfU-WienWestbahnhof UND MÖGLICHE VERLÄNGERUNG -WienAirport-BratislavaHbf.-BratislavaAirport (das ist ein Billigairline-Airport, also sehr lohnend) Wenn die Maut da wirklich da wirklich so teuer sein sollte, muß das eben einkalkuliert werden - aber sehe ich trotzdem nicht als Problem. Dann nimmt man eben 23,- statt 22,- Fahrpreis z.B. .

Es wundert mich schon lange, dass noch niemand München-Garmisch-Innsbruck fährt, das wäre auch eine gute Verlängerungsoption für eine der A8 Linien aus Richtung Stuttgart auch um sich von den vielen Mitbewerbern abzusetzen. Und Innsbrucker sind sehr München-affin... . Das müßte von Garmisch sogar für Berufspendler gehen morgens und abends... . Die Bahn fährt extra mit Verstärkerzügen morgens - aber die brauchen alle ca. 80-90 min!



Beitrag: #33
11.10.2013, 14:43 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.10.2013 15:02 von Sciurus.)

Sciurus


Zitat:So, und jetzt sind alle Westbahn-Halte wieder aus der Liste verschwunden und wurden in "Ziel 2" (ehemals Salzburg) bis "Ziel 10" (ehemals Wien Westbahnhof) umbenannt. Neu hinzugekommen ist "Ziel 1", das entspricht keinem zuvor anders genannten Ort.

Das ist sicher noch ausbaufähig. Ohne das jetzt als Spekulation zu markieren, könnte ich mir vorstellen, dass auch schon Linien nach Ziel 11 und Ziel 12 geplant werden. Natürlich ist klar, dass man eigentlich nach Ziel 13 fahren müsste, aber so intelligent sind die Planer halt nicht.
Und wenn dann irgendwann in ein paar Monaten auch die Linie nach Ziel 42 startet, könnte man mit den Douglas-Adams-Fans sich endlich ganz neue Zielgruppen erschließen.



Beitrag: #34
11.10.2013, 16:09

busexperte


Zitat:Schade, ich schätze das Marktpotential Wien-München als sehr groß ein.



Beitrag: #35
11.10.2013, 18:24


fastrider


Zitat:
der münchner schrieb:Thema Maut hab ich aus diesem Grund schonmal MFB die Linie München - Garmisch - Seefeld/Tirol - Innsbruck Airport - Innsbruck HBF vorgeschlagen. Hier würde man große Städte miteinander verbinden ohne auch nur einen einzigen KM mautpflichtige Straßen zu fahren.

Dochm man muss Zirl - Innsbruck auf die Autobahn. Die parallele Bundesstrasse ist für Fahrzeuge über 3,5/7,5 (weiss nicht genau) t gesperrt.



Beitrag: #36
11.10.2013, 18:55

busexperte


Zitat:ok, aber das ist nur ein kurzes Stück, kann kein Vermögen kosten. Hier würde ich eh nur jeden 3. Bus oder so bis Innsbruck fahren lassen und die meisten wenden in Garmisch.
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